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BAFA erhält Ermessensspielraum beim Energieaudit

22.12.2015
Am 05.12.2015 lief die Frist für alle Nicht-KMU ab, um ein Energieaudit nach dem EDL-G durchzuführen oder durchführen zu lassen. Sofern ein Nicht-KMU dieser Verpflichtung nicht nachgekommen ist, so hat es noch bis Ende 2016 Zeit, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzuführen. Ist dies nicht geplant, so erhalten alle Nicht-KMU eine Gnadenfrist durch das BMWi. Dieses hat in schritlicher Form noch einmal gegenüber dem BAFA einen Ermessensspielraum bei der Durchführung der Stichprobem hinsichtlich der Energieaudits bestätigt. Sofern ein Nicht-KMU glaubhaft nachweisen kann, dass es aufgrund des Beraterengpasses Probleme bei der Durchführung eines Energieaudits hatte, so kann es im optimalen Fall damit rechnen, keine Strafe zu zahlen; gegebenenfalls verringert sich die Strafzahlung. Nach dem 30.04.2016 ist jedoch bei entsprechender Prüfung keine Reduzierung mehr möglich - darauf weist das BMWi in Ihrem Schreiben an das BAFA eindringlich hin.

Herausforderung für Unternehmen

Ob es noch sinnvoll ist, ein Energieaudit nach den Vorgaben der DIN 16247 bzw. BAFA zu beginnen, sollte im Einzelfall entschieden werden. Mehr Zeit, um einer möglichen Strafzahlung zu entgehen, bietet aktuell nur die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Nach Einführung eines solchen Managementsystems ist eine Rückkehr zur vierjährigen Durchführung eines Energieaudits jedoch nicht mehr möglich.

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