Der ReNOB-Blog

Digitalisierung führt zu erhöhtem Energiebedarf

Aiko Müller-Buchzik, 05.09.2017
Im Auftrag des BMWi haben das Fraunhofer IZM und das Borderstep Institut eine Studie zur Höhe des Energiebedarfs der IKT in Deutschland durchgeführt[1]. Das Ergebnis kann beim BMWi heruntergeladen werden[2]. Nur bedingt überraschend zeigt die Studie aus dem Jahr 2015, dass sich durch die erhöhte Nutzung und den breiten Ausbau der Internetanbindung (Breitbandausbau) der Strombedarf in Summe erhöht. Während sich der Energiebedarf für die Endgeräte wegen erhöhter Effizienz (z. B. durch die Standby-Vorgaben und Produktkennzeichnung) leicht stagnierend entwicklen wird, zeigt sich bei Rechenzentren und der allgemeinen Telekommunikation ein sich stetig erhöhender Energiebedarf. Dies ist einer Verlagerung von Endgeräten hin zu Rechenzentren zuzuschreiben (z. B. auch Cloud-Lösungen). Dennoch führt der Breitbandausbau zu einer Erhöhung an Endgeräten - vor allem im Privatbereich. Trotz der größeren Effizienz steige der Energiebedarf, hier könne von einer Art Rebound-Effekt gesprochen werden.

Herausforderung für Unternehmen

Die Studie ist für Unternehmen, die sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, deshalb interessant, weil sich zwar der Energiebedarf innerhalb des Unternehmens durch eine Cloud-basierte Serverstruktur verringern lässt. Wird im Rahmen einer Ressourcenbetrachtung die Bilanzgrenze jedoch vergrößert, so zeigt sich die Auslagerung ggf. als weniger ökologisch. Es ist daher wichtig zu prüfen, nach welchen Kriterien (Stichwort Lebensweg des Produktes) das jeweilige Unternehmen sein Digitalisierung durchführen möchte. Für Fragen hierzu steht Ihnen der richtige Ansprechpartner bei der ReNOB gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an.

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