Der ReNOB-Blog

99% der Netzbetreiber wollen Rollout für Smart Meter übernehmen

30.10.2017
Bereits am 15.09.2017 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA)[1] die Auswertung der bei ihr eingegangenen Anzeigen der grundzuständigen Messstellenbetreiber Strom in Bezug auf den Einbau, die Wartung und den Betrieb von intelligenter Messtechnik veröffentlicht.

Messstellenbetriebsgesetz

Gemäß dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)[2] waren sämtliche Netzbetreiber Strom bis zum 30. Juni 2017 aufgefordert, der BNetzA anzuzeigen, ob sie auch in Zukunft den Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme als grundzuständiger Messstellenbetreiber wahrnehmen wollen. Gleichzeitig waren gegenüber der Behörde neben der Wahrnehmung der Grundzuständigkeit auch Angaben über die auszustattenden Zählpunkte zu machen. Ein intelligenter Zähler muss vom zuständigen Messstellenbetreiber eingebaut werden, bei:

  1. einer durchschnittliche Jahresverbrauch größer 6.000 kWh,

  2. Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung größer 7 kW und
  3. steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die nach dem Energiewirtschaftsgesetz ein reduziertes Netzentgelt in Anspruch nehmen

Im Ergebnis wollen nur 7 von 899 Netzbetreibern die intelligenten Zähler im eigenen Netzbereich nicht betreiben, hier werden dann andere Unternehmen frühestens zum 01.10.2017 die Grundzuständigkeit übernehmen.

Herausforderung für Unternhmen

Auch wenn das Gesetz in der öffentlichen Wahrnehmung primär den Privatkunden im Blick hat, so werden auch kleine Unternehmen in den nächsten Monaten/Jahren in den "Genuss" eines Smart Meters kommen. Dies ist zwar erst einmal mit höheren Kosten verbunden, allerdings zeigen Smart Meter sowohl in Bezug auf effizienten Energieeinsatz als auch hinsichtlich der Gestaltung von Lieferverträgen einen großen Vorteil gegenüber den meist maximale jährlich abgelesenen Stromzählern Vorteile (z. B. individuell gestaltbare Lieferverträge, Lastganganalysen, Spitzenlaststeuerung), die langfristig die höheren Kosten für den Zähler selbst aufwiegen können. Zusätzlich ergibt sich aus der - indirekt auch für den Endabnehmer der Energie - verpflichtenden Nutzung eines solchen Zählers die Möglichkeit, sich einen anderen Messstellenbetreiber, als den zuständigen zu suchen. Bei Projekten in der Vergangenheit zeigt sich, dass sich hierbei Einsparungen und durch feste Kosten eine höhere Planbarkeit erzielen lassen. Gerne berate ich Sie zu den Herausforderungen und Möglichkeiten in Bezug auf Smart Meter. Melden Sie sich einfach zu einem unverbindlichen Gespräch bei mir.

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