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AMEV veröffentlicht RLT - Anlagenbau 2018

Aiko Müller-Buchzik, 11.07.2018
Der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) hat aufgrund aktueller Rahmenbedingungen aktualisierte Hinweise zur Planung und Ausführung von RLT-Anlagen für öffentliche Gebäude erstellt und zum Download bereitgestellt[1].

AMEV

Die AMEV wurde 1975 gegründet und hat die Aufgabe, " die Liegenschafts- und Hochbauverwaltungen des Bundes, der Länder und der kommunalen Selbstverwaltungskörperschaften unter Beachtung der jeweiligen Eigenverantwortung bei der Planung und Durchführung ihrer Bauaufgaben sowie dem Betrieb ihrer Anlagen der Technischen Ausrüstung zu unterstützen". Die Unterstützung erfolgt unter Berücksichtigung der haushaltsrechtlich gebotenen Wirtschaftlichkeit sowie weiterer Zielsetzungen wie dem "Klimaschutz" und Energieeinsparung.

RLT-Anlagenbau 2018

Aus dem Vorwort:

"Die Fortschreibung von europäischen Richtlinien (z.B. EPBD 2010/31/EU) und die grundlegende Weiterentwicklung europäischer Normen zur Gebäude-Energieeffizienz haben maßgeblich die Aktualisierung der AMEV RLT-Anlagenbau angestoßen, zunächst unter weitgehender Beibehaltung des Aufbaus der Planungsempfehlungen. Im Zuge der zu erwartenden Veröffentlichung weiterer relevanter Lüftungsnormen, z.B. DIN EN 16798-1/-2 (TR), die zum Zeitpunkt der Aktualisierung noch nicht vorlagen, deren Inhalte jedoch Auswirkungen auf die RLT-Anlagenplanung haben werden, soll die aktualisierte RLT-Anlagenbau erneut überprüft und mit der AMEV Bedien RLT zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Hinweise zur Planung, Ausführung und Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen für öffentliche Gebäude (RLT-Anlagen) werden dann zu einem grundlegend neuen Aufbau führen.

Die Normung für RLT-Anlagen lässt Planern und Bauherrn grundsätzlich Freiräume für die Festlegung von qualitativen Anforderungen. Die Freiräume verlangen aber im Gegenzug von Bauherrn und Planern konkrete Vereinbarungen, welche klimatechnischen Parameter aus den Vorschlagslisten der Normen angewendet werden sollen, um von Beginn an eine gemeinsame Basis als Planungsgrundlage zu finden und Missverständnisse zu vermeiden. Zwänge für die Auslegung von RLT-Anlagen bzw. deren Komponenten ergeben sich aus der Einhaltung von Energieeffizienzwerten (z.B. Ökodesign-Verordnung 1253/2014), der ganzheitlichen Gebäudebetrachtung zur Einhaltung von Primärenergiewerten (z.B. EnEV) und wegen der Einhaltung von gesetzlichen Gesundheitsschutz- bzw. Arbeitsschutzauflagen (z.B. ASR). Dies kann bei Erfüllung der Mindestanforderungen zu relativ preiswerten Lüftungssystemen, aber auch zu aufwendigeren, komfortbetonten Systemen für optimale thermische und luft-hygienische Umgebungsbedingungen führen. Immer wichtiger werden auch Abwägungen, statt der freien Lüftung maschinelle Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zur Erreichung ambitionierter Energieeinsparziele (z.B. Passivhausstandard, Niedrigstenergiegebäudestandard) einzusetzen.

Die RLT-Anlagenbau 2018 gibt Hinweise, wie unter den aktuellen Rahmenbedingungen europäischer und nationaler Richtlinien, Verordnungen und Normen für kommunale und staatliche Gebäude verfahren werden soll. Sie soll den Planern der öffentlichen Hand als Hilfe dienen, die Anforderungen der einschlägigen Regelwerke nach den Maßgaben von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit unter Beachtung des Klimaschutzes umzusetzen."

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