Der Energieeinsatz-Blog

neben Krediten jetzt auch Zuschüsse im KfW-Förderprogramm 'Abwärme'

Aiko Müller-Buchzik, 11.09.2017
Seit 01.09.2017 vergibt die KfW-Bank im Rahmen des Förderprogramms "Abwärme" nicht mehr nur Kredite (Programm 294), sondern beteiligt sich an der Investition im Rahmen eines Zuschusses (Programm 494)[1]. Grundsätzliche Unterschiede zur Kreditversion des Programmes gibt es nicht, lediglich die Förderung wurde erweitert.

Förderinhalt

Das Programm fördert Investitionen innerhalb Deutschlands in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme, wobei es vier grundsätzliche Bereiche gibt:

  1. Innerbetriebliche Vermeidung und Nutzung von Abwärme,

  2. Außerbetriebliche Nutzung von Abwärme
  3. Verstromung von Abwärme sowie
  4. Erstellung eines Abwärmekonzeptes

Antragsteller

Auch die angesprochenen Unternehmen haben sich nicht geändert. Anträge dürfen gestellt werden durch:

  1. In- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in mehrheitlichem Privatbeistz,

  2. Unternehmen, an denen Kommunen beteiligt sind
  3. Unternehmen, die Contracting-Dienstleistungen anbieten sowie
  4. freiberuflich Tätige

Förderbeträge

Die Förderhöhe liegt bei 30% der förderfähigen Investitionskosten. Für KMU wird zusätzlich ein Bonus in Höhe von 10% auf die förderfähigen Investitionskosten gezahlt. Rein rechtlich gilt der Zuschuss aus Subvention, mit allen rechtlichen Folgen. Eine Kombination mit anderen Fördergelden ist daher in begrenztem Maße möglich.

Herausforderung für Unternehmen

Für Unternehmen, die keine Kredite aufnehmen wollen oder können, bietet sich jetzt zumindest eine Teilförderung. Vorausetzung ist jedoch weiterhin, dass ein entsprechendes Abwärmekonzept erstellt wird. Dieses muss wie auch beim Programm 294 durch einen gelisteten Energieberater erstellt werden. Im Rahmen des Konzeptes wird kaskadenartig geprüft, ob Abwärme vermieden, intern / extern genutzt werden kann oder ob letztlich eine Verstromung in Frage kommt. Nach Erstellung des Konzeptes wird der Antrag bei der KfW gestellt und erst nach Zusage kann mit dem Projekt begonnen werden. Aiko Müller-Buchzik ist als Energieberater bei der BAFA / dena gelistet und darf das entsprechende Konzept für Sie erstellen. Sie wissen nicht, ob es Potenziale gibt oder benötigen ein solches? Dann melden Sie sich bei der ReNOB und das gemeinsame Projekt kann beginnen.

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