Der Materialeinsatz-Blog

VDI ZRE-Kurzanalyse zur Wiederaufarbeitung von Gebrauchtteilen veröffentlicht

Aiko Müller-Buchzik, 22.08.2017
Wie der VDI ZRE bereits am 08.08.2017 auf seiner Website mitteilte[1], ist eine neue Kurzstudie veröffentlicht worden. Die aktuelle Studie beschäftigt sich mit der Aufarbeitung von Altteilen. Die Studie untersuchte die Einsparungen von Material und Energie und ist auf der Website des VDI ZRE zum Download gereitgestellt.

Ergebnis der Studie

Die Studie kommt zum Ergebnis, dass bis zu 80 % der Herstellungskosten in Einzelfällen durch die Refabrikation von Altteilen eingespart und bis zu knapp 90 Prozent die Materialverbräuche reduziert werden können. Dies bedeutet, dass wiederaufgearbeitete Produkte für nahezu 40 - 80 % des Beschaffungspreises eines Neuproduktes angeboten werden könnten. Dies wiederum kann für KMU eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit bedeuten. Freigewordener finanzieller Spielraum ermöglicht dann Investitionen in weitere Einsparmöglichkeiten aber durchaus auch in die Entwicklung neuer Produkte. Zu den anzustrebenden Bestandteilen einer entsprechend konzipierten Produktentwicklung zählen:

  • modularer Aufbau,

  • einfache Zerlegbarkeit,
  • Korrosionsresistenz und
  • Verschleißfestigkeit.

Herausforderung für Unternehmen

Im täglichen Arbeitsleben kommt hauptsächlich der Entwicklungsabteilung eine bedeutende Rolle in Bezug auf Wiederverwertung zu. Die Nutzung von Altteilen kann zum Beispiel dem cradle-to-cradle-Prinzip folgen, bei dem versucht wird, keinen nichtnutzbaren Abfall zu erzeugen. Sowohl aus ökologischen, als auch ökonomischen Gründen ist dieses Konzept bei der Produktentwicklung vorzuziehen, bedeutet jedoch für Unternehmen auch, dass sie sich zu diesem Konzept bekennen müssen. Die Realisierung von hohen Recyclingquoten hat auch viel mit Unternehmenspolitik zu tun, da solch eine Vorgehensweise nur funktioniert, wenn sie innerhalb des Unternehmens als normale Vorgehensweise eingesetzt wird, sämtliche Mitarbeiter das Prinzip verinnerlicht haben und von grundauf nicht anders konzipieren und produzieren.

Die Umstellung und die notwendigen Konzepte zu erstellen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die ReNOB begleitet Sie hierbei gerne. Sprechen Sie uns einfach an.

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