Der Materialeinsatz-Blog

UBA-Studie zur Vereinigung von Klima- und Ressourcenschutz veröffentlicht

Aiko Müller-Buchzik, 23.10.2017
Das Umweltbundesamt hat am 17.10.2017 eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Problematik von Klima- vs. Ressourcenschutz auseinandersetzt[1]. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass beides grundsätzlich möglich ist, wenn die richtigen Vorgehensweisen und Rahmenparameter beachtet werden.

Vorgehen der Studie

Im Rahmen der Studie werden fünf Szenarien untersucht. Die aktuellen Veröffentlichung beschäftigt sich mit dem Szenario "GreenEe" (Germany - resource efficient and greenhousgas neutral - Energyefficiency -Szenario) auseinander. Die Studie berücksichtigt dabei mögliche Zusammenhänge, die aktive Maßnahmen hinsichtlich des Schutzes der Umwelt mit dem Ressourcenverbrauch haben. Es wird also geschaut, wie es gelingen kann, Maßnahmen zu generieren, ohne gleichzeitig die Resosurcen des Planeten derart auszubeuten, dass am Ende zwar das Klima "gerettet" ist, der Planet aber hinsichtlich seiner Ressourcen verbraucht ist. Als Beispiele seien hier die Themen seltene Materialien und Recycling bei/von Windkraftanlagen genannt.

Erkenntnisse von GreenEe

Die Betrachtung des Szenarios führt zu folgenden Erkenntnissen, welche im Rahmen der Gestaltung der anstehenden Transformationsprozesse berücksichtigt werden müssten:

  • gemeinschaftliches internationales Voranschreiten,

  • Notwendigkeit ambitionierter Ziele,
  • Ausstieg aus fossilen Energien,
  • Ausbaukorridore der erneurbate Energien erhöhen und verstetigen,
  • Energieeffiziente Sektorkopplung,
  • Rohstoffeffizienzpotenziale nutzen,
  • Technikwahl entscheidet über Rohstoffbedarf und
  • Fortführung der interdisziplinären Forschung.

Herausforderung für Unternehmen

Wie immer bei politisch motivierten Veränderungen, bleibt das Handeln selbst bei den Akteuren aus der Wirtschaft hängen. Unabhängig von der Sinnhaftig- oder Notwendigkeit der Veränderungen müssen Unternehmen immer auch auf das liebe Geld schauen, denn ohne positive Bilanzen ist es schwer ein Unternehmen am Markt zu halten. Stabile politische Rahmenbedingungen ermöglichen es jedem Unternehmer Entscheidungen für Investitionen zu treffen, die zum einen die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, auf der anderen Seite aber auch den Fortbestand des Unternehmens sichern.

In einer solchen stabilen, rechtlichen Situation kann sich der Unternehmer dem spannenden Thema widmen, wo und wie er sein Geld am effektivsten und effizientesten einsetzen kann/will/sollte. Leider kommt es für Unternehmen des produzierenden Gewerbes (im Durchschnitt) auch hier wieder zu einem Interessenkonflikt, denn eigentlich ist es (politisch) gewünscht, Investitionen in eine verbesserte ökologische Situation zu stecken - dies ist aus ökonomischer (unternehmerischer) Sicht jedoch nicht immer sinnvoll. Genau hier setze ich mit der ReNOB an, indem ich den Kostenblock mit dem größten Anteil an den Gesamtkosten für Konzepte heranziehe. Für das produzierende Gewerbe ist dies der Kostenblock Materialeinsatz. Eine Steigerung der Effizienz beim Materialeinsatz ist ökonomisch sinnvoll, und nebenbei bewirkt es auch Verbesserung der Ökobilanz des Unternehmens - es gibt als ohne primäres Ziel zu sein auch eine ökologische Verbesserung.

Welche Möglichkeiten (auch unter Nutzung von Fördermitteln) es gibt, diesen Ansatz umzusetzen, erläutere ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gesrpäch - ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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