Der Organisationsstruktur-Blog

Zweite Runde Förderung von E-Ladestationen gestartet

Aiko Müller-Buchzik, 14.09.2017
Wie die E&M-Zeitung auf Ihrer Website berichtet[1], hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) die zweite Runde zur "Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge" in der Form gestartet, dass ab/seit dem 14.09.2017 neue Förderanträge bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienste (BAV) gestellt werden können[2] [3].

Förderinhalt

Auf Basis der EU-Verpflichtung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuels Infrastructure Directive - AFID)[4] hat das Bundeskabinett am 18. Mai 2016 das Programm zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland beschlossen. Mit diesem Programm sollen bis 2019 insgesamt 600 Mio. EUR für die Gewährung von Kaufprämien für Elektrofahrzeuge zur Verfügung gestellt werrden. Damit will die Bundesregierung den Markthochlauf von E-Fahrzeugen stützen und auf dessen Verstetigung hinzuwirken. Zur Erreichung dieses Ziels und zur Erfüllung der Anforderungen aus der AFID ist jedoch der Ausbau von Ladeinfrastruktur notwendig.

Mit der Förderung soll ein "flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Netz an Ladeinfrastruktur initiiert werden, so dass der Nutzer eines E-Fahrzeugs überall in Deutschland schnell und unkompliziert nachladen kann, um die Nutzerbedürfnisse zu erfüllen". "Daneben soll auch der weitere Ausbau der Normalladeinfrastruktur unterstützt werden, um die Kundenbedürfnisse je nach Fahr- und Parkverhalten abzudecken [...]". Um dies zu Erreichen werden öffentlich erreichbare Ladestationen einschließlich des dafür notwendigen Netzanschlusses sowie die Montage der Ladestation gefördert. Planung, Genehmigung und der Betrieb sind in diesem Programm von der Förderung ausgeschlossen. Bevor mit der Umsetzung begonnen wird, muss der Bewilligungsbescheid vom BAV vorliegen.

Antragssteller

Antragsberechtigt sind natürliche und rechtliche Personen.

Förderleistung

In Summe sind 300 Mio. EUR für die Förderung bereitgestellt. Im Rahmen der ersten Förderperiode wurden im Prinzip keine weiteren Auflagen gestellt, als die Erfüllung der technischen Anforderungen an die Ladestation. Darüber hinaus gelten (vor allem mit Beginn der zweiten Runde in Bezug auf die Bewilligung) folgende Bedingugnen:

  1. Für die zweite (und evtl. noch weitere Förderrunden) wird die Vergabe der Förderung auf Basis einer Ausschreibung durchgeführt. Das zentrale Kriterium für eine Bewilligung ist die Höhe der Förderkosten pro kW - die Anträge mit den niedrigsten Kosten werden gefördert. Die Förderung wird als nichtrückzahlbarer Zuschuss ausgezahlt, ein Antragsteller darf maximal 20% der Gesamtfördersumme erhalten. In den jeweiligen Förderperioden gibt es ggf. weitere Obergrenzen.

  2. Die Förderung verpflichtet den Betreiber zu einem mindestens sechsjährigen Betrieb der Anlage, ein Nachweis ist über die Bundesnetzagentur durchzuführen.
  3. Die Zuwendung wird darüber hinaus nur bewilligt, wenn der in der Ladestation eingesetzte Strom über einen Grünstrom-Liefervertrag mit Nachweisherkünften gemäß §5 des Eerneuerbare-Energien-Gesetzes oder über vor Ort erzeugten Strom (z. B. PV-Anlage) geliefert wird.
  4. Die Ladestation mus 24/7 erreichbar sein, werktags muss mindestens eine Zugänglichkeit für 12 Stunden gewährleistet werden, ansonsten sinkt die Förderquote um 50%.

Bewilligungsbehörde

Als Bewilligungsbehörde ist die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen zuständig. Auf der Website sind entsprechende Dokumente für den Antrag zu finden.

Herausforderungen für Unternehmen

Unternehmen mit Interesse an einer Ladestation müssen verschiedene Aspekte beachten, zu denen auch eine veränderte Verbrauchsstruktur gehören kann, vor allem, wenn der Strom für die Ladesäule über einen Stromlieferanten bereitgestellt wird. Aber auch davon abgesehen, gilt es administrative und planerische Aspekte zu berücksichtigen. Sofern das Thema Ladestation interessant ist, die Zeit für die übergeordneten Tätigkeiten jedoch fehlt, steht Ihnen die ReNOB gerne als Unterstützung zur Verfügung. Melden Sie sich bei Interesse einfach beim für Sie richtigen Ansprechpartner.

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