Das ReNOB-Portfolio

Durchführung von Ausschreibung für netzgebundene Energieen

Der Einkauf von Energie funktioniert nicht wegen seiner hohen Anzahl von Steuern und Abgaben auf die übliche Art und Weise, obwohl es grundsätzlich Ähnlichkeiten zum normalen Einkauf gibt - entscheidend ist das Wissen um die Feinheiten und die Möglichkeiten, um die spezifischen Preise zu senken und gering zu halten.

Preisentstehung bei Strom

Der aktuelle Strompreis setzt sich aus drei Grundkomponenten zusammen

  1. Energiepreis,

  2. Netzentgelt,

  3. Steuern und Abgaben

Die drei Komponenten setzen sich in Ihrem Verhältnis zu je einem Drittel zusammen, wobei sich die Zusammensetzung in Abhängigkeit vom Netzbetreiber und vom Verbrauch stark unterscheiden kann, so dass der Anteil des Energiepreises auch deutlich geringer ausfallen kann.

Auf die Netzentgelte hat der Endverbraucher aktuell nur über den Standortwechsel, einen Wechsel der Anschlussebene oder über die Nutzung von individuellen Netzentgelten Einfluss. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit der freien Wahl des Messstellenbetreibers. Weitere Informationen hierzu in den entsprechenden Produktinformationen.

Produktübersicht Einkauf

Steuern und Abgaben geben für bestimmte Unternehmen die Möglichkeit, eine Begünstigung bei Stromsteuer und EEG-Umlage zu erhalten. Diese sind in erster Linie in einem Energiemanagement zu finden. Mehr hierzu finden Sie in der Produktübersicht Organisationsstruktur.

Produktübersicht Organisationsstruktur

Der Energiepreis ergibt sich über die Strombörse[1]. Dort wird er auf Basis des Verbrauchsprofils bestimmt. Das Verbrauchsprofil ergibt sich aus den Lastgangdaten und ermöglicht eine relativ genaue Bestimmung des Energiepreises. Existieren keine Lastgangdaten, so verwenden die Energieversorger Standardlastprofile oder eigene Lastprofile, die sich über eine entsprechende Clusterung ergeben.

Das Profil setzt sich aus einem Peak- und einem Base-Anteil zusammen. Grob vereinfacht gesagt, ist der Peak-Anteil der Verbrauch von Montag bis Freitag tagsüber, der Rest ist dann der Base-Anteil. Dieses Verhältnis lässt sich für jeden Lastgang erstellen und ist nicht von der Menge des Stromeinsatzes abhängig. Dies erklärt auch, warum Verbaucher mit hohem Verbrauch durchaus einen höheren spez. Energiepreis im Vergleich zu einem Verbraucher mit relativ geringer Energiemenge zahlen müssen. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit, dass Verbräuche (unterschiedlicher Standorte) gebündelt zur Kalkulation des Energiepreises herangezogen werden.

Und zu allem Überfluss gibt es dann noch drei grundsätzlich unterschiedliche Methoden, um den Energiepreis Strom zu fixieren:

  • Terminmarkt

    • Festpreis bei Vertragsabschluss
    • Trancheneinkauf bis zum Lieferbeginn
  • Spotmarkt

  • Kombination beider Methoden

Kurz erklärt kann der Preis am Spotmarkt als ein dynamischer Preis betrachtet werden, dessen Berechnung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwar bekannt ist, jedoch nicht der Preis, weil der sich erst im Zeitraum des Bezugs ergibt. Im Gegensatz dazu wird beim Terminmarkt endweder bereits im Rahmen der Ausschreibung ein Festpreis vereinbart, oder der Festpreis ergibt sich aufgrund einer Formel und der Möglichkeit, zu selbst definierten Zeitpunkten eine Teilmenge zu fixieren. Aus den Teilmengen ergibt sich dann der Endpreis. Dies gibt im Gegensatz zum Festpreis eine gewisse Variabilität, hat aber eben auch ein gewisses Risiko. Der Festpreis ist mit Vertragsunterzeichnung fix und es gibt keinen weiteren Einfluss auf den Energiepreis, liefert dafür ein gewisses Maß Planungssicherheit hinsichtlich der Energiekosten.

Preisentstehung Erdgas

Grundsätzlich setzt sich der Erdgaspreis ebenfalls aus den gleichen Komponenten wie Strom zusammen. Hinsichtlich der Netzentgelte gilt das schon bei Strom Beschriebene. Bei den Steuern und Abgaben gibt es derzeit keine Reduzierungsmöglichkeit, so dass der Anteil des Energiepreises bei Erdgas durchschnittlich 2/3 des gesamten Erdgaspreises ausmacht.

Analog zum Strom bestimmt sich der Erdgaspreis ebenfalls an der EEX in Leipzig. Im Unterschied zu Strom gibt es jedoch kein geteiltes Verbrauchsprofil, da es wegen der Netzsituation keine Unterscheidung in Base- und Peak-Gas gibt. Stattdessen gilt es zu beachten, in welchem Marktgebiet die Verbrauchsstelle liegt, da sich durch diesen Fakt zum Einen andere Umlagenwerte, zum Anderen aber auch ein anderer Energiepreis ergeben.

Ebenfalls analog zu Strom kann Erdgas per Termin- oder Spotmark eingekauft werden. Hier unterscheiden sich die beiden Energieträger nicht weiter.

Beratungsumfang

Ob für eine Abnahmestelle für ein Jahr oder mehrere Abnahmestelle über einen längeren Zeitraum, der in der Zukunft liegt. Ob ein Los oder mehrere Lose mit unterschiedlichen Anforderungen. Die ReNOB begleitet und unterstützt Sie gerne bei der Ausschreibung zukünftiger Energielieferverträge. Unsere Arbeit basiert dabei auf konkreten Gesprächen mit Lieferanten, so dass auch flexible Inhalte in Verträge verhandelt werden können. Hierfür und für weitergehende Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Melden Sie sich einfach beim passenden Ansprechpartner.

Ansprechpartner

externe Links

[1] Webseite EEX Leipzig

Übersicht
Seitenanfang