BAFA-Förderprogramm Kälte- und Klimaanlagen

Das Förderprogramm "Kälte- und Klimaanlagen"[1] ist ein Baustein der Nationalen Klimaschutzinitiative und soll dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht.

Zielgruppe

Das Förderpgramm richtet sich primär an Unternehmen, seit dem 01.10.2015 darüber hinaus auch gemeinnützige Organisationen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe, Schulen, Krankenhäuser sowie kirchliche Einrichtungen antragsberechtigt, unabhängig von der Gewinnerzielungsabsicht.

Geltungsbereich

Der Antragsteller muss Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, auf dem sich die Anlage befindet, sein oder ein vom Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks beauftragtes Energiedienstleistungsunternehmen (Contractor). Der Förderantrag darf nur vom Antragsteller selbst oder seinem Vertretungsberechtigten gestellt werden. Antragsteller ist die juristische Person, welche die Kosten für die Maßnahmen an der Kälte- und Klimaanlage trägt. Das Förderprogramm kann deutschlandweit genutzt werden.

Fördergegenstand

Gefördert werden stationäre Kälte- und Klimaanlagen, die mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben werden, wenn

  • diese neu errichtet bzw. neu installiert werden oder

  • die Kälteerzeugungseinheit neu erstellt wird, jedoch das Kühlmittelsystem (Wasser-, Sole-, Luftverteilsystem) bestehen bleibt.

Darüber hinaus werden Fahrzeug-Klimaanlagen, mit denen elektrisch betriebene Busse ab Werk ausgerüstet oder elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge nach- oder umgerüstet werden.

Anforderungen/Voraussetzungen

Die Förderung von stationären Anlagen wird nur gewährt, wenn die folgenden technischen Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Flüssigkeitskühlsätze mit den Kältemitteln der Sicherheitsklasse A3: Propan (R-290), Propen (R-1270), Isobutan (R-600a)

  • Flüssigkeitskühlsätze mit Kältemitteln der Sicherheitsklasse: Ammoniak (R-717), Gemisch aus Ammoniak und Dimethylether (R-723)
  • Andere Kälteerzeuger wie adiabate Verdunstungskühlanlagen, Tiefkühlstufen mit R-744 in Kombination mit Flüssigkeitskühlsätzen gemäß a) oder b), Booster-Supermarkt- und Gewerbekälteanlagen mit R-744, Turboverdichter mit R-718, Ab- und Adsorptionsanlagen, Vakuumeiserzeuger (Turboverdichter) mit Nebenantrieben sowie Wärmeübertrager und Pumpe
  • Komponenten und Systeme wie Luftkühler, adiabate Rückkühler (Hybridkühler), Rückkühler für flüssigkeitsgekühlte Anlagen, eigenständige Wärmepumpe mit nicht-halogeniertem Kältemittel zur Abwärmenutzung der Kälteanlage(n), Kühlmöbel für Supermarkt-Kälteanlagen, Kühlsolekreisläufe, Systeme für Freikühlbetrieb
  • Speicher für Wärme und Kälte
  • Ausführungsplanung zur sachgerechten Auslegung einer Anlage sowie der funktionsgerechten Integration Kältetechnik in die Anlagentechnik
  • Kombination einer geförderten Kälte- oder Klimaanlage mit Anlagen zur Erzeugung von regenerativen Energien (Elektroenergie und Wärme) - Kombinattionsbonus

Kälteerzeuger, Komponenten/Systeme und Wärmespeicher werden nur gefördert, wenn ihre Leistung bzw. ihr Volumen innerhalb bestimmter Grenzen liegt, die in der Förderrichtlinie definiert sind.

Die Klimaanlage für Fahrzeuge muss mit Kohlenstoffdioxid (CO2) als Kältemittel (R-744) betrieben werden und eine Kälteleistung von 5 bis 45 kW aufweisen. Der Bus oder das Schienenfahrzeug darf ausschließlich im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), einschließlich des Schienenpersonennahverkehrs, im Schienenpersonenfernverkehr sowie im Linienfernverkehr und im Gelegenheitsverkehr im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes eingesetzt und überwiegend auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland betrieben werden.

Rechtlicher Rahmen der Förderung

Primär erfolgt die Förderung auf Basis der De-minimis-Regelung. Überschreitet die Fördersumme die Grenze der De-minimis-Regelung so gilt die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO).

Förderhöhe

Die Fördersumme für stationäre Anlagen berechnet sich über eine Formel:

Förderung = (A x X^B + C) x X mit X als Variable für die Kälteleistung bzw. die Speicherkapazität.

Bei Kühlsolekreisläufen berechnet sich die Förderung F nach der Formel:

Förderung = A x L x D + B mit L und D als Variable für Rohrlänge und Rohrdurchmesser.

Die Koeffizienten A, B und C sind spezifische Koeffizienten und ergeben sich der Kühlsystematik, der Anlage bzw aus dem Speichersystem.

Die Fördersumme für stationäre Anlagen berechnet sich über eine Formel:

Förderung = (472,5 x X^(-1) + 135) x X mit X als Variable für die Kälteleistung.

Ablauf

Die Förderung muss beim BAFA elektronisch beantragt werden. Wie beim BAFA üblich, kann mit der Umsetzung erst begonnen werden, wenn der Zuwendungsbescheid vom BAFA ausgestellt und an den Antragsteller übermittelt wurde. Als Vorhabenbeginn wird der rechtsgültige Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrags, der dem Vorhaben zugeordnet werden kann. Nach der Umsetzung ist dem BAFA mittels eines Verwendungsnachweises die antragsentsprechende Umsetzung nachzuweisen.

Contracting

Dem Contracting werden gute Chancen zugesprochen, Investitionen in energiesparende Technik zu fördern, da der administrative und operative Aufwand nicht beim Unternehmen liegt. Dennoch gibt es für Contractoren und Contractingform Anforderungen - grundsätzlich ist die Förderung aber möglich und gewünscht.

Förderrechner für Investitionen

Um sich einen ersten Eindruck von der Förderhöhe für das angedachte Projekt machen zu können, gibt es von Seiten des BAFA die Möglichkeit der Nutzung eines Förderrechners[2]. Der Förderrechner soll Antragsteller eine unverbindlich Hilfestellung bei der Planung einer Kälte- oder Klimaanlage bieten, die im Rahmen der BAFA-Förderung finanziell unterstützt werden soll. Der Förderrechner ersetzt jedoch keine ordentliche Planung, hilft jedoch bei einer groben Prüfung, ob ein angedachtes förderfähig ist. Des Weiteren bietet der Förderrechner die Möglichkeit, das angedachte System so anzupassen, dass es die Fördervoraussetzungen erfüllt.

Fragen oder Interesse?

Sie haben Fragen zur und/oder Interesse an einer Förderung im Rahmen des BAFA-Förderprogramms? Dann melden Sie sich einfach bei mir und wir schauen, wo und wie ich Ihnen helfen kann.

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