BAFA - Unternehmensberatung

Die BAFA - Unternehmensförderung[1] fasst die bisherigen Förderprogramme "Förderung unternehmerischen Know-hows" fasst die bisherigen Programme "Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", "Gründercoaching Deutschland", "Turn-Around-Beratung" und "Runder Tisch" zusammen.

Allgemeines zum Förderprogramm

Im Rahmen des Förderprogramms sollen Unternehmen Beratungen gefördert bekommen, die sich allgemeine mit den wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Aspekten der Unternehmensführung beschäftigen. Dies führt zu einer großen Bandbreite an Themen, die gefördert werden.

Grundsätzliche gibt es allgemeine und spezielle Beratungen, wobei sich beide Beratungstypen grundsätzlich auf wie vier Kategorien beziehen. Im Rahmen der Allgemeinen Beratung sind die Themen jedoch sehr offen gehalten, während die speziellen Beratungen - der Name lässt es vermuten - ein spezielles Thema betreffen. Diese speziellen Themen können aus dem folgenden Katalog kommen:

  • von Frauen geführte Unternehmen / Abteilungen,

  • von Migranten / Migrantinnen geführte Unternehmen / Abteilungen,
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführte Unternehmen / Abteilungen,
  • bessere Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund,
  • zur Gewinnung und Sicherung von Fachkräftemangel,
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • zur altersgerechten Gestaltung der Arbeit und/oder
  • Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Themenübergreifend sind ein paar wichtige Grundregeln für die Beratungen festgelegt:

  1. Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten zur Wiederherstelllung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Zusätzlich sind zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Folgeberatungen Förderthemen möglich.

  2. Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt maximal fünf Tage Beratung in Anspruch nehmen, diese müssen jedoch nicht auf einander folgen. Die Berichtserstellung kann außerhalb dieser Beratungstage liegen (da der Zeitbedarf für die Erstellung des Berichts selbst nicht gefördert wird).
  3. Der Gesamtbetrag an Fördermittel je allgemeiner und spezieller Beratung kann über den gesamten Förderzyklus (aktueller Zyklus bis Ende 2020) verteilt erfolgen. Es sind also durchaus auch mehrere Beratungen zu unterschiedlichen Themen möglich, die einzeln beantragt und durchgeführt werden können.

Zielgruppe

Das Förderpgramm richtet sich primär an:

  • Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind,

  • Unternehmen ab dem dritten Jahr am Markt und
  • Unternehmen, die sich unabhängig vom Alter in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden.

Grundsätzlich muss der Sitz des Unternehmens in Deutschland liegen.

Förderhöhe

Die Fördersumme ist von der Art des Unternehmens abhängig und vom Bundesland, indem sich der Sitz des Unternehmens befindet.

Für Jungunternehmen gilt als Bemessungsgrenze 4.000 EUR, für Bestandsunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten 3.000 EUR. Die maximale Zuschusshöhe ist für alle drei Unternehmensarten in den neuen Bundesländern (ohne Berlin und Region Leipzig) 80 %. In der Region Lüneburg können 60 % des Honorars gefördert werden, in den sonstigen alten Bundesländern maximal 50 %. Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten Unabhängigkeit vom Sitz des Unternehmens 90 % gefördert.

Die Prozentzahlen gelten je Antrag und Abrechnung, die maximale Fördersumme ergibt sich immer aus allen Einzelhonoraren innerhalb eines Förderzyklusses.

Beraterqualifikation

Die Beratungen müssen durch vom BAFA zugelassene Berater durchgeführt werden. Die Berater müssen dabei fachliche und organisatorische Qualifikationen nachweisen und darüber hinaus überwiegend in der Beraterbranche tätig sein. Damit soll eine fachliche und unabhängige Beratung garantiert werden. Eine Beraterliste gibt es nicht, jeder Berater hat jedoch eine entsprechende Beraternummer und kann seine Listung per Schreiben vom BAFA nachweisen.

Ablauf Beantragung

Der Ablauf unterscheidet sich für alle Unternehmenstypen im Wesentlichen nicht, allerdings sind Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten verpflichtet ein Erstgespräch mit einem Regionalpartner zu führen - dem Bestandsunternehmen ist ein solches Gespräch freigestellt. Zwischen diesem Gespräch und dem Förderantrag bei der regionalen Leitstelle dürfen nicht mehr als 3 Monate liegen. Die Anträge selbst werden online über die Antragsplattform des BAFA gestellt. Einige Leitstellen bieten eine vorherigen Überprüfung des Antrages an, so dass es nicht im Rahmen des Antragsverfahrens zu zeitlichen Verzögerungen oder überraschenden Ablehnungen kommt. Im Rahmen des Antragsverfahrens muss der Antragsteller mindestens den Eigenanteil am Honorar nachweisen können. Nach Erhalt der Inaussichtstellung der Förderung kann mit der Beratung begonnen werden, als Beginn zählt auch der Vertragsabschluss mit dem Berater.

Verwendungsnachweis

Spätestens sechs Monate nach dem Erhalt der Inaussichtstellung der Förderung muss online der Verwendungsnachweis erfolgen. Dies erfolgt unter Einreichung der folgenden Unterlagen:

  • Ausgefülltes und vom Antragstellenden eigenhändig unterschriebenes Verwendungsnachweisformular,

  • Vom Antragstellenden ausgefülltes und unterschriebenes Formular zur EU-KMU-Erklärung und De-minimis-Erklärung
  • Das Bestätigungsschreiben des regionalen Ansprechpartners über die Führung des Informationsgesprächs (nur Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten)
  • Beratungsbericht
  • Rechnung des Beratungsunternehmens
  • Kontoauszug des Antragstellenden über die Zahlung des Honorars bzw. des Eigenanteil

Die eingereichten Unterlagen werden von der Leitstelle hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit (Bericht) geprüft. Hierbei kann es zu Rückfragen kommen, die ggf. direkt mit dem Berater geklärt werden können. Die Leitstelle leitet die Unterlagen mit einem Votum an die BAFA weiter, welche eine abschließende Prüfung durchführt. Bei positivem Ergebnis erfolgt die Auszahlung des Zuschusses.

Fragen oder Interesse?

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