Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft

Das Förderprogramm "Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft" ist das erste Förderprogramm in Deutschland, welches themenidentisch über die KfW-Bank[1] und das BAFA[2] Investitionen für Energieeffizienz in verschiedenen Organisationen ermöglicht. Interessierte Unternehmen können nun also entscheiden, ob die Finanzierung über einen Kredit, einen Zuschuss oder eine flexible Förderung im Rahmen eines Wettbewerbs erfolgen soll.

Das Förderprogramm ist in 4 Module unterteil:

  1. Querschnittstechnologien

  2. Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien
  3. MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software
  4. Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Querschnittstechnologien

Förderschwerpunkt
Der Schwerpunkt liegt im Ersatz oder der Neuanschaffung hocheffizienter Anlagen oder Aggregate aus den folgenden Technologiebereichen:

  • Elektromotoren und Antriebe

  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung
  • Ventilatoren
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung oder Wärmerückgewinnung aus Abwasser
  • Dämmung von industriellen Anlagen oder Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter

Sämtliche Anlagen oder Aggregate, die gefördert werden sollen, müssen technische Mindestanforderungen erfüllen.

Förderhöhe Zuschuss
Der Zuschuss kann erst in Anspruch genommen werden, wenn das Netto-Investitionsvolumen einschließlich der Nebenkosten > 2.000 EUR beträgt. Im Förderfall beträgt die maximale Fördersumme 200.000 EUR bei maximal 40 % Förderung. Es werden je Einzelmaßnahme also maximal 500.000 EUR Investition gefördert.

Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien

Förderschwerpunkt
Der Schwerpunkt liegt in der Einbindung von Prozesswärme aus:

  • Solarkollektoranlagen

  • Biomasse-Anlagen
  • Wärmepumpen
  • Einbindung des Systems in einen vorhandenen Prozess
  • Mess- und Datenerfassungseinrichtungen zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung
  • Wärmespeicher für beantragte Wärmeerzeuger

Zusätzlich können auch Machbarkeitsabschätzungen und Planungen gefördert werden.

Die BAFA und die KfW haben in diesem Modul teilweise unterschiedliche Angaben zu den Förderinhalten. Eine individuelle Nachfrage je Projekt scheint sinnvoll zu sein.

Förderhöhe Zuschuss
Pro Investitionsvorhaben können maximal 10 Mio. EUR Kosten der Projektkosten bei einer max. Förderhöhe von 55 % beantragt werden.

MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software

Förderschwerpunkt
Der Schwerpunkt liegt beim Monitoring im Rahmen eines Energie- und/oder Umweltmanagementsystems (auch alternativer Ansatz gem. SpaEfV):

  • Systeme zum Monitoring und Regelung von Energieströmen bei der Einbindung in das entspr. Managementsystem

  • Energiemanagementsoftware
  • Schulung zur Energiemanagementsoftware
  • Steuer- und Regelungstechnik zur Beeinflussung von Systemen und Prozessen, sofern diese der Reduzierung des Energieeinsatzes dienen
  • Falls das Energiemanagementsystem ein Cloud-Dienst darstellt, können auch die vollständigen externen Kosten zur Nutzung gefördert werden

Die BAFA und die KfW haben in diesem Modul teilweise unterschiedliche Angaben zu den Förderinhalten. Eine individuelle Nachfrage je Projekt scheint sinnvoll zu sein. Gefördert wird nur gelistete Software und Technik.

Förderhöhe Zuschuss
Pro Investitionsvorhaben können maximal 10 Mio. EUR Kosten der Projektkosten bei einer max. Förderhöhe von 40 % beantragt werden.

Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Förderschwerpunkt
Der Schwerpunkt liegt " investive Maßnahmen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien für gewerbliche Prozesse in Unternehmen". Die Maßnahme kann auch Teile der Module 1 bis 3 enthalten. Möglich sind:

  • Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien und energetische Optimierung von Produktionsprozessen

  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung wie z. B. Einbindung der Abwärme zur Bereitstellung von Wärme inklusive aller hierfür erforderlichen Maßnahmen an der Anlagen- oder Gebäudetechnik, Einspeisung in Wärmenetze inklusive der Verbindungsleitungen, Maßnahmen zur Verstromung von Abwärme (z. B. ORC-Technologie)
  • Maßnahmen an der Gebäudeanlagentechnik (Heizung, Lüftung, Klimaanlagen, Beleuchtung), sofern sie primär auf Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten wirken. Investitionen in die Gebäudeanlagentechnik müssen die technischen Mindestanforderungen der Programme des BMWi zur Förderung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich erfüllen
  • Maßnahmen zur energieeffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte wie z. B. energieeffiziente Wärme- und Kälteerzeuger, Nutzung erneuerbarer Energien, Optimierung der Wärme- oder Kältespeicherung
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess wie z. B. Dämmung von Anlagen und Verteilleitungen, hydraulische Optimierung, Erneuerung von Druckluftleitungen
  • Erstellung des Einsparkonzepts und die Umsetzungsbegleitung der geförderten Investitionsmaßnahme durch den externen Energieberater

Energiesparkonzept
Dieses Modul ist in seinen Anforderungen an die Ausführung offen gestaltet. Für die Förderung bedarf es daher eines Energieinsparkonzepts, welches nach einem Muster erstellt werden. Externe Berater müssen für das BAFA-Förderprogramm "Energieberatung Mittelstand"[3] zugelassen sein. Das Konzept kann unternehmensintern erstellt werden, wenn das an der Förderung interessierte Unternehmen ein ISO-Energie- oder Umweltmanagementsystem oder nach EMAS zertifiziert ist.

Förderhöhe Zuschuss
Pro Investitionsvorhaben können maximal 10 Mio. EUR Kosten der Projektkosten bei einer max. Förderhöhe von 40 % beantragt werden. Zusätzlich ist die Förderung auf 500 EUR (700 EUR für KMU) je eingesparte Tonne CO2 begrenzt. Das bedeutet, dass die Förderung geringer als die investitionsabhängige Höhe ausfällt, wenn nur eine geringe Menge an CO2 eingespart wird.

Förderung per Kredit (KfW)

Grundsätzlich gilt die Kreditvergabe für jedes Modul. Es werden maximal 25 Mio. EUR je Vorhaben, dann aber 100 % der förderfähigen Investitionskosten finanziert. Wie üblich gibt es bei der KfW verschiedene Laufzeitvarianten. Ihnen gleich ist eine Mindestlaufzeit von 2 Jahren bei einer maximalen Festschreibung des Zinssatzes[4] von 10 Jahren. Zusätzlich zum Kredit steht ein Tilgungszuschuss zur Verfügung, der abhängig vom genutzten Modul ist (40 bzw. 55 %).

Betrifft die folgende Dienstleistung

Konzepterstellung Förderungen

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