Richtlinien/Leitfäden

Für Richtlinien und Leitfäden gilt im Grunde ähnliches wie für Normen, allerdings haben Richtlinien und Leitfäden eher einen begrenzten Wirkungsbereich, da sie zum Beispiel von Vereinen oder Verbänden erstellt werden. Nichtsdestotrotz kann eine Richtlinie auch in eine Norm umgewandelt werden, wenn sich die Inhalte auf einen größeren Anwendungsfall übertragen lassen. Trotz des geringeren Wirkungsbereichs im Vergleich zu Normen, liegt auch bei Richtlinien und Leitfäden eine große fachliche und sachliche Richtig- und Sinnhaftigkeit vor.

Leitfäden Contracting

Contracting zählt zu den Grundfinanzierungsarten, die Unternehmen und kommunalen Organisationen zur Verfügung stehen, um Maßnahmen (zum Beispiel zur Effizienzerhöhung) umzusetzen. Es ähnelt dem Leasing, unterscheidet sich aber natürlich auch in wesentlichen Punkt. Contracting kommt im Wesentlichen im Bereich der Energietechnik vor, hier vor allem bei den Techniken, die im Rahmen der DIN V 18599 behandelt werden. Die dena und der VfW haben jeweils eigene Leitfäden entwickelt, die sich in nur wenigen Einzelheiten unterscheiden.

Grundsätzlich lässt sich ein Contracting auch für Maschinen realisieren, dies steckt jedoch in den Kinderschuhen, stellt für produzierende Unternehmen aber durchaus auch eine interessante Möglichkeit dar, ihre Material- und Energieeffizienz zu erhöhen, ohne große finanzielle Aufwendungen realisieren zu müssen.

Leitfäden Contracting

Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich vergleichbar mit zum einen aus eigenem Interesse aber auch aus rechtlicher Verpflichtung mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Da es nur vage Vorgaben hinsichtlich der Darstellung des Nachhaltigkeitsreports gibt, sind die verschiedenen Inhalte oftmals nicht einfach zu vergleichen. Der Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) bietet Einsteigern die Möglichkeit, sich mit dem Thema erstmals auseinanderzusetzen.

Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

AMEV Hinweise für Planung, Ausführung, Bau und Betrieb von Maschinen- und Versorgungstechnik

Der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) veröffentlicht in (un)regelmäßigen Abständen Hinweise zu verschiedenen Gebäudetechniken[1]. Die AMEV wurde 1975 gegründet und hat die Aufgabe, "die Liegenschafts- und Hochbauverwaltungen des Bundes, der Länder und der kommunalen Selbstverwaltungskörperschaften unter Beachtung der jeweiligen Eigenverantwortung bei der Planung und Durchführung ihrer Bauaufgaben sowie dem Betrieb ihrer Anlagen der Technischen Ausrüstung zu unterstützen". Die Unterstützung erfolgt unter Berücksichtigung der haushaltsrechtlich gebotenen Wirtschaftlichkeit sowie weiterer Zielsetzungen wie dem "Klimaschutz" und Energieeinsparung. Die vom AMEV erstellten Dokumente werden bei Änderungen von rechtlichen Vorgaben angepasst.

EU-Empfehlung Definition KMU

Unternehmen unterscheiden sich nicht nur durch die zugeordnete Branche und den Sektor, in dem sie aktiv sind, sondern auch durch ihre Gesellschaftsform und ihre Größe. In der Gesetzgebung und vor auch im Bereich von Beihilfen/Subventionen wird dabei zwischen unterschiedlich großen Unternehmen unterschieden, um die einzelnen Unternehmen branchen- und sektorübergreifend adressieren zu können. Grundsätzlich kann eine Unterscheidung wie folgt unternommen werden:

  1. KMU / Nicht-KMU

  2. Produktion / Dienstleistung
  3. Branchen, z. B. gemäß WZ-Schlüssel

Für den Gesetzgeber und Fördergeber ist vor allem der Unternehmenstyp (KMU / Nicht-KMU) interessant. Die Eu hat daher im Jahr 2003 eine Empfehlung für die Definition eines KMU veröffentlicht. Sofern ein Unternehmen nicht zu den KMU zählt, ist es automatisch ein Nicht-KMU. Gemeinhin wird in Gesetzen und bei Fördergebern sowie Behörden Bezug auf die EU-Empfehlung genommen.

EU-Empfehlung Definition KMU

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externe Links

[1] Webseite AMEV zu den Hinweisen

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