Richtlinien/Leitfäden

Für Richtlinien und Leitfäden gilt im Grunde ähnliches wie für Normen, allerdings haben Richtlinien und Leitfäden eher einen begrenzten Wirkungsbereich, da sie zum Beispiel von Vereinen oder Verbänden erstellt werden. Nichtsdestotrotz kann eine Richtlinie auch in eine Norm umgewandelt werden, wenn sich die Inhalte auf einen größeren Anwendungsfall übertragen lassen. Trotz des geringeren Wirkungsbereichs im Vergleich zu Normen, liegt auch bei Richtlinien und Leitfäden eine große fachliche und sachliche Richtig- und Sinnhaftigkeit vor.

CSR-Richtlinie

Die europäische CSR-Richtlinie kann ähnlich wie die Energy Efficiency Directive (EED) für den Bereich Energie als übergeordnete Richtlinie für die Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit angesehen werden. Die Richtlinie fordert in seiner aktuellen Form von kapitalmarktorientierten Unternehmen sowie Banken und Versicherungen eine erhöhte Transparenz über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten. Betroffene Unternehmen müssen also gegenüber dem Kapitalmarkt, der Politik, den eigenen Kunden und dem Endverbraucher Angaben zu Umwelt- und Sozialbelangen machen. Die Richtlinie musste bis zum 06.12.2106 in nationales Recht überführen werden. Entgegen der allgemeinen Struktur zu den Links auf der ReNOB-Website öffnet der folgende Link eine externe Webseite in einem neuen Fenster/Tab.

Website EUR-Lex mit Text der Richtlinie CSR-RUG im Rechtskataster

Grundsatzpapier zu Liefer- und Wertschöpfungsketten

Das nationale CSR-Forum wurde bereits 2009 vom Arbeitsministerium ins Leben gerufen. In ihm diskutieren Vertreter aus knapp 40 Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen, der Wissenschaft und Vertretern der beteiligten Bundesministerien, wobei die Mitgliedschaften im Forum auf Institutionen bezogen sind und weniger auf einzelne Personen. Die wesentlichen Aufgaben des Nationalen CSR-Forums sind:

  • Beratung der Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der nationalen CSR-Strategie sowie

  • Entwicklung von Empfehlungen zu einzelnen Themen

Den Startpunkt markiert ein Empfehlungsbericht aus dem Jahr 2010. Noch im gleichen Jahr verabschiedete die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan CSR im Bundeskabinett, der im Wesentlichen auf Basis des Empfehlungsberichts fußte. Das Forum trifft sich je nach Bedarf, zweimalige Treffen im Jahr sind der Durchschnitt.

Grundsatzpapier zu Liefer- und Wertschöpfungsketten

Leitfäden Contracting

Contracting zählt zu den Grundfinanzierungsarten, die Unternehmen und kommunalen Organisationen zur Verfügung stehen, um Maßnahmen (zum Beispiel zur Effizienzerhöhung) umzusetzen. Es ähnelt dem Leasing, unterscheidet sich aber natürlich auch in wesentlichen Punkt. Contracting kommt im Wesentlichen im Bereich der Energietechnik vor, hier vor allem bei den Techniken, die im Rahmen der DIN V 18599 behandelt werden. Die dena und der VfW haben jeweils eigene Leitfäden entwickelt, die sich in nur wenigen Einzelheiten unterscheiden.

Grundsätzlich lässt sich ein Contracting auch für Maschinen realisieren, dies steckt jedoch in den Kinderschuhen, stellt für produzierende Unternehmen aber durchaus auch eine interessante Möglichkeit dar, ihre Material- und Energieeffizienz zu erhöhen, ohne große finanzielle Aufwendungen realisieren zu müssen.

Leitfäden Contracting

Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich vergleichbar mit zum einen aus eigenem Interesse aber auch aus rechtlicher Verpflichtung mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Da es nur vage Vorgaben hinsichtlich der Darstellung des Nachhaltigkeitsreports gibt, sind die verschiedenen Inhalte oftmals nicht einfach zu vergleichen. Der Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) bietet Einsteigern die Möglichkeit, sich mit dem Thema erstmals auseinanderzusetzen.

Leitfaden zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

AMEV Hinweise für Planung, Ausführung, Bau und Betrieb von Maschinen- und Versorgungstechnik

Der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV) veröffentlicht in (un)regelmäßigen Abständen Hinweise zu verschiedenen Gebäudetechniken[1]. Die AMEV wurde 1975 gegründet und hat die Aufgabe, "die Liegenschafts- und Hochbauverwaltungen des Bundes, der Länder und der kommunalen Selbstverwaltungskörperschaften unter Beachtung der jeweiligen Eigenverantwortung bei der Planung und Durchführung ihrer Bauaufgaben sowie dem Betrieb ihrer Anlagen der Technischen Ausrüstung zu unterstützen". Die Unterstützung erfolgt unter Berücksichtigung der haushaltsrechtlich gebotenen Wirtschaftlichkeit sowie weiterer Zielsetzungen wie dem "Klimaschutz" und Energieeinsparung. Die vom AMEV erstellten Dokumente werden bei Änderungen von rechtlichen Vorgaben angepasst.

EU-Empfehlung Definition KMU

Unternehmen unterscheiden sich nicht nur durch die zugeordnete Branche und den Sektor, in dem sie aktiv sind, sondern auch durch ihre Gesellschaftsform und ihre Größe. In der Gesetzgebung und vor auch im Bereich von Beihilfen/Subventionen wird dabei zwischen unterschiedlich großen Unternehmen unterschieden, um die einzelnen Unternehmen branchen- und sektorübergreifend adressieren zu können. Grundsätzlich kann eine Unterscheidung wie folgt unternommen werden:

  1. KMU / Nicht-KMU

  2. Produktion / Dienstleistung
  3. Branchen, z. B. gemäß WZ-Schlüssel

Für den Gesetzgeber und Fördergeber ist vor allem der Unternehmenstyp (KMU / Nicht-KMU) interessant. Die Eu hat daher im Jahr 2003 eine Empfehlung für die Definition eines KMU veröffentlicht. Sofern ein Unternehmen nicht zu den KMU zählt, ist es automatisch ein Nicht-KMU. Gemeinhin wird in Gesetzen und bei Fördergebern sowie Behörden Bezug auf die EU-Empfehlung genommen.

EU-Empfehlung Definition KMU

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externe Links

[1] Webseite AMEV zu den Hinweisen

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