dyn. Stromversorgung (internes Projekt)
Der Strommarkt wird immer interessanter für gesteuerte Optimierung beim Stromeinkauf und damit einhergehend auch für den optimierten Stromeinsatz. Im Folgenden gibt es auf dieser Seite den Überblick über die Ergebnisse eines internen Projektes, bei dem ich eine PV-Anlage mit einem Stromspeicher und einem dyn. Stromeinkauf verbunden habe. Diese Seite wird bis auf weiteres Anfang des Monats mit Zahlen aktualisiert.
Bitte beim Lesen beachten: Die Aktualisierung erfolgt antichronologisch. Die aktuellsten Inhalte stehen also immer ganz oben. Deshalb blockweise von unten nach oben lesen.
Technisches Konzept, Ausblick Steuerung
Januar 2026
Mitte Januar sind die letzten technischen Komponenten montiert und angeschlossen worden, so dass das System nun wie folgt ausschaut:
1. PV-Anlage: 7,28 kWpeak (16 Module)
2. Wechselrichter der Firma Kostal
3. Batteriespeicher: Dynress T21 mit 21,xx kWh, abzgl. 5% Entleerungsschutz; insgesamt also knapp unter 20 kWh realistische Energiemenge
4. Wärmepumpe: Vaillant aerotherm 5 kW in schickem Anthrazit auf 3 kW heruntergeregelt
Es ist dann am Ende also doch der 'große' Speicher geworden und die ersten Tage mit massig Sonne haben gezeigt, dass bei einer winterlichen maximalen Solarleistung von bis zu 5 kW der Speicher trotz Wärmepumpe auf bis zu 75 % geladen und damit das Haus bis 3:00 h / 4:00 h mit Strom versorgt werden kann.
Damit läuft das System jetzt technisch. Der nächste Schritt ist die Suche nach dem HEMS. Als Knackpunkt hat sich tatsächlich herausgestellt, dass dyn. Stromlieferverträge nicht das Problem sind. Das Modul 1 der variablen Netzentgelte ist auch kein Problem, beim Modul 3 hakt es aber. Meine Recherche hat oftmals die Rückmeldung ergeben, dass die Abrechnung nicht darauf eingestellt ist, gesonderte Netzentgelte gegenzurechnen. Da hakt es bei vielen Stromlieferanten noch an der Datennutzung, auch wenn - zumindest in meinem Fall - ja 1/4 h - Werte vorliegen und somit die Netzentgelte zeitgenau abgerechnet werden könn(t)en. Es wird aber wohl noch ein wenig dauern. Hier in Braunschweig gelten die variablen Netzentgelte aktuell bis Ende März. Bis dahin wird es wohl eher kein HEMS für mich geben. Also liegen ein paar Monate vor mir, um das System zu implementieren. Ab März/April wird dann großteils die Sonne die Befüllung des Speichers übernehmen und dann brauche ich das Steuersystem im Grunde nicht. Nächstes Update: Erste Erfahrung mit Lösung vom öffentlichen Stromnetz oder Integration HEMS.
Ausgangssituation 2022 - 2024 und Idee/Konzept
Dezember 2025
Als das Thema Wärmepumpe bei uns zu Hause aufkam, stand im Prinzip gleichzeitig fest, dass auch eine PV-Anlage installiert werden soll. Und damit stand dann natürlich auch die Frage nach einem Stromspeicher im Raum. Leider gestaltete sich das Thema Wärmepumpe extrem langwierig, weil es mir nicht gelang für unser Haus ein Angebot für eine Wärmepumpe zu bekommen. Das lag allerdings in diesem Fall auch an mir, da ich den Fokus nicht fest genug in das Thema gesteckt hatte. Machte aber nichts, denn die Technik entwickelte sich weiter, die Regularien änderten sich und so kam das Jahr 2024 und ich konnte mir die entscheidende Frage stellen:
Wie kann ich die Stromversorgung des Hauses kostengünstig vom Netz entkoppeln?
Komplett autarke Stromversorgung geht nur über imens große Stromspeicher, was in den meisten Fällen (sowohl privat als auch privat-wirtschaftlich aber auch im öffentlichen Umfeld) meist unrealistisch ist. Nun haben sich die Rahmenbedingungen allerdings in den letzten Jahren geändert und da entwickelte sich das folgende Konzept für die Stromversorgung des Hauses:
1. Die primäre Bezugsquelle für die Deckung des Strombedarfs im Haus ist die PV-Anlage.
2. Überschüssiger Strom aus der PV-Anlage kommt in den Stromspeicher. Ist dieser voll, wird der Strom eingespeist, ggf. irgendwann mal in das E-Auto geleitet.
3. Gibt es keinen oder nicht genügend Strom aus der PV-Anlage, wird der Restbedarf des Hauses an Strom aus dem Stromspeicher gedeckt.
So weit, so unspektakulär. Jetzt kommt aber die für mich so spannende Idee:
4. Einen direkten Strombedarf über das öffentliche Stromnetz soll es nicht geben!!! Die Stromversorgung soll primär aus dem Füllstand des Speichers erfolgen. Bedeutet aber natürlich auch, dass der Stromspeicher im Hinblick auf die nächsten Tagen immer genügend geladen sein muss. Und damit sind wir beim letztlich entscheidenden Punkt:
5. Sofern der Speicher mit Strom aus dem öffentlichen Netz beladen werden muss, so soll dies finanziell sinnvoll erfolgen. Und genau hier sind wir bei den rechtlichen Möglichkeiten, die der Strommarkt liefert.
5.1 Beginnend mit Oktober 2025 müssen alle Stromlieferanten in Deutschland einen dynamischen Stromliefervertrag anbieten, der Strompreise für jede Viertel-Stunde des Tages enthält und die spätestens bis 17:00 h des Vortages bekannt sind.
5.2 Variable Netzentgelte gibt es in drei Modulen, interessant ist hier Modul 3. Dieses bietet die Möglichkeit, zu unterschiedlichen Tageszeiten innerhalb der vier Quartale des Jahres unterschiedliche Arbeitspreise für das Netzentgelt zu zahlen. Auch diese Preise sind bekannt. Und damit ergibt sich als Endbild folgende Stratgie zur Beladung des Stromspeichers für den Fall, dass der Strom aus der PV-Anlage nicht ausreicht.
6. Ein Energiemanagementsystem (gerne auch HEMS für Home-Energy-Management-System abgekürzt) erhält sämtliche Preise für den nächsten Tag. Es kennt aber auch die variablen Netzentgelte und weiß darüber hinaus, wie voll der Stromspeicher ist und kennt natürlich die Prognose über die Strommengen, die über die PV-Anlage in den Speicher geladen wird. Das HEMS hat also alle Informationen, um zu wissen, welche Kosten zu jeder Viertel-Stunde des Tages entstehen, wenn der Speicher gefüllt wird und das soll er dann genau so realisieren.
7. Ich möchte also, dass das HEMS den Speicher immer dann belädt, wenn Grenzwerte des Füllstands (SoC) erreicht sind und eine Befüllung mit einem entsprechenden Preis (Energie + Netz) sinnvolle (geringe) Kosten verursacht.
ABER: Wie gut kann das funktionieren? Genau das möchte ich einmal mindestens 12 Monate lang testen und um die Erfahrung zu teilen, gibt es diese Webseite, die wie bereits erwähnt, fortlaufend aktualisert wird. Zu finden sind die einzelnen Beiträge auch auf LinkedIn über meinen Account.
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