Methoden

Beratung im Allgemeinen und Energieberatung im Speziellen funktioniert nach einem immer gleichen Prinzip: Kennenlernen des beratenen Kunden, Aufstellen von Bilanzen, Analyse und Suche der Potenziale, Erstellung des Abschlussberichts und die Abschlussbesprechung. Ich orientiere mich sehr stark an der DIN EN 16247, welche inzwischen auch die Basis für viele geförderte und gesetzliche geforderte Beratungen ist. Innerhalb der Vorgehensweise der Beratung gibt es nun verschiedenste Methoden, um mit ungetrübten Blick auf die zu untersuchende Situation Effizienzen zu finden sind. Und genau um diese Methoden soll es hier gehen. Lernen Sie also neben normativen Bestimmungen/Vorgaben hier die typischen Analyse- und Berechnungsmethoden kennen, die ich gerne auch bei Ihnen in einem gemeinsamen Projekt einsetze.

Normen, Gesetze & Co

Bevor die speziellen Analysemethoden erläutert werden, möchte ich im ersten Block noch ein paar wenige normative und gesetzliche Begriffe sowie Richtlinien erläutern.

Norm, Gesetz, ...
Kurzbeschreibung
Energieeffizienzrichtlinie / EDL-G
Die Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU) ist eine europäische Richtlinie, in der sich die EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2012 gemeinsam dazu entschlossen haben, den Energiebedarf und die Abhängigkeit von Energieimporten in/nach Europa zu reduzieren. Die Richtlinie ist die Basis für die verschiedenen europäischen Gesetze, die die Durchführung des Energieaudits regeln - in Deutschand wurde dies im Energiedienstleistungsgesetz EDL-G realisiert. Richtlinie und EDL-G regeln die Durchführung des Energieaudits durch Nicht-KMU in Deutschland.
Energiedienstleistungsgesetz
DIN EN 16247 - Energieaudit
Die DIN EN 16247 beschreibt die systematisch Vorgehensweise bei der energetischen Untersuchung eines Objektes. Die Norm beschreibt eine allgemein gültige Vorgehensweise (Teil 1) und gibt genauere Vorgaben für Gebäudehülle und Querschnittstechnoogien (Teil 2) sowie für Produktion (Teil 3) und Transport (Teil 4). Teil 5 der Norm widmet sich den Anforderungen an den Energieauditor. Gerade Teil 1 der Norm (16247-1) wird oftmals als Basis für die Erfüllung im Rahmen gesetzlich geforderter oder förderrelevanter Beratungen herangezogen. Das ist gut, führt jedoch bisweilen dazu, dass die Norm nur auf den allgemeinen Teil beschränkt wird und die weiteren Normteile inhaltlich kaum Beachtung finden.
DIN EN 16247
VDI 3922 - Energieberatung
Nicht nur das DIN hat sich mit der Beschreibung einer Energieberatung beschäftigt - bereits im Jahr 1998 hat der VDI mit der 3922 eine Richtlinie veröffentlicht, die eine Energieberatung beschreibt. Im Jahr 2019 sind Ergänzungen veröffentlicht worden. Blatt 1 beschäftigt sich näher mit dem Beratungsrozess an sich und mit den darin möglechen - methoden. Blatt 2 geht näher auf die Kompetenzen von Energieberatern ein, während sich Blatt 3 mit den Grundlagen zur Planung der Gebäudeenergetik beschäftigt und in Summe eher für den Bereich Planung, als für den Bereich der Beratung interessant ist.
VDI 3922
DIN V 18599
Die DIN V 18599 ist im Gegensatz zur DIN EN 16247 und zur VDI 3922 keine Beschreibung eines Beratungsprozesses, sondern ein Verfahren zur Bewertung der Gesamteffizienz von Gebäuden - hier als Vorgabe für die Berechnung der komplexen Zusammenhänge beim Energieeinsatz in einem Gebäude. Berücksichtigt werden dabei die fünf Themen Heizung, Raumluft, Klimatisierung, Warmwasser und Beleuchtung. Die Komplexität ergibt sich aus der Gebäudehülle und den Abhängigkeiten der fünf Themenbereiche. Dennoch bleibt es letztlich eine Simulation und jeder, der mit der 18599 arbeitet, kennt die Problematik, dass sich das simulierte Ergebnis fast immer von der Realität unterscheidet.
DIN V 18599
ISO 14001 - Umweltmanagementsystem
Die ISO 14001 ist die zentrale ISO-Norm zum Thema betrieblicher Umweltschutz. Aufgebaut nach der high-level-structure kann sie einzeln oder als Teil eines integrierten Managementsystems genutzt werden. Das zentrale Augenmerk liegt bei der ISO 14001 auf die Beschäftigung mit den Auswirkungen des eigenen Handels auf die Umwelt sowie der Minimierung/Beseitigung von negativen Auswirkungen.
Umweltmanagementsystem
ISO 14051 - Materialflusskostenrechnung
In der ISO 14051 ist die Systematik der Materialflusskostenrechnung (MFKR / MFCA) beschrieben. Eine MFKR kommt immer dort zum Einsatz, wo (sämtliche) innerhalb eines betrachteten Systems einem Produkt zugewiesen werden sollen. Über die Teilstoffströme (z. B. Abfall/Müll) kann leicht geschaut werden, an welcher Stelle des Produktionsprozesses die meisten Kosten anfallen und vor allem, wo die meisten Kosten nicht in das Produkt selbst, sondern in nicht genutzte Materialien (Abfall/Müll) fließen. Daraus lassen sich dann Projekte zur Kostenoptimierung entwickeln, die auch immer zu einer allg. Optimierung der Ressourcennutzung führen.
Materialflusskostenrechnung
EMAS
EMAS basiert auf der europäischen Richtlinie XY und dient analog zur ISO 14001 dem BEtrachten der Umweltauswirkungen des unternehmerischen Handelns. Als europäische Richtlinie kommt sie in erster Linie in Europa zum Einsatz und ist daher oftmals für weltweit agierende unternehmen weniger interessant. Darüber hinaus muss im Rahmen von EMAS verpfichtend eine Veröffentlichung stattfinden, was wiederum von einem Gutachter geprüft wird. EMAS kann in Europ im Rahmen der EED eingesetzt werden.
EMAS
ISO 50001 - Energiemanagmentsystem
Die ISO 50001 beschreibt ein Managementsystem zum Thema Energieeinsatz. Der Aufbau entspricht der high-level-structure und kann somit wie die ISO 140001 einzeln, aber auch integriert realisiert werden. Im Vergleich zur ISO 14001 geht sie jedoch viel tiefer auf den Energieeinsatz ein. Während sich die ISO 14001 lediglich über die Emissionen mit Energie beschäftigen, wird über die ISO 50001 und die dazugehörige 50000er-Reihe beschrieben, wie ein effizienter Umgang mit Energie im Unternehmen erreicht werden kann.
Energiemanagmentsystem
StromNEV
Die StromNEV regelt die "Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen". Um Unternehmen zu entlasten, gibt es ein paar Möglichkeiten, die Entgelte zu reduzieren oder gar komplett zu vermeiden. In erster Linie ist hier der § 19 zu nennen, um den es an dieser Stelle insbesondere gehen soll, da er Sonderformen der Netznutzung beschreibt.
StromNEV
SpaEfV
Die SpaEfV, in juristischen Kreisen auch Verordnung über Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang mit der Entlastung von der Energie- und der Stromsteuer in Sonderfällen genannt, beschreibt - wie der Name es auch vemruten lässt - auf welche systemische Art sich ein Unternehmen mit dem Thema Energieeinsatz beschäftigen kann/soll, wenn es im Rahmen des Spitzenausgleichs bzw. der Besonderen Ausgleichsregelung eine Reduzierung der Stromsteuer bzw. der EEG-Umlage nutzen möchte. Der operative Grundaufbau entspricht ähnelt ein wenig der Datenhaltung eines ISO-Systems, ist insgesamt jedoch deutlich weniger aufwändig und daher vor allem für Kleinst- oder Kleinunternehmen geeignet. Neben der nutzung wegen direkter finanzieller Vorteile ist das System hinter der Verordnung durchaus auch als Basis für Unternehmen gedacht, die sich mit dem Thema Energie beschäftigen wolle, ohne weitere Vorteile aus Spitzenausgleich oder EEG-Umlage zu ziehen.
SpaEfV
integriertes Managementsystem
In den letzten Jahren sind immer mehr ISO-Normen für Zertifizierungen entstanden, die in Unternehmen parallel zum Einsatz kommen. Dies führte dazu, dass die verantwortlichen Mitarbeiter verschiedene Normen mit unterschiedlichem Aufbau betreuen mussten. Bei Nutzung von unterschieldichen ISO-Normen bietet es sich aus Effizienzgründen aber an, alle Systeme in einem System zusammen zu fassen, was jedoch lange Zeit im Widerspruch zur Struktur der einzelnen Normen stand. Daher hat die ISO die so genannte high-level-structure eingeführt, weclche die Basis für die verscheidenen zertifizierungsfähigen ISO-Normen darstellt. Damit ergibt sich die Möglichkeit, unterschiedliche in der Praxis genutzte Normen in einem integrierten Managementsystem zu vereinen.
integriertes Managementsystem
Greenhousegas Protocol (GHGP)
Es gibt noch keine rechtlich vorgegebene Art und Weise eine Ökobilanz zu erstellen - es haben sich in den letzten Jahren aber vermehrt verschiedene Tools entwickelt, die sich duchsetzen. Das GHGP gehört zu einem dieser Wege und kann in seiner Gesamtheit als Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus des betroffenen Unternehmens angesehen werden, da neben den direkten, auch die indirekten Ökoauswirkungen betrachtet werden. Es geht also nicht nur um das Unternehmen selbst, sondern auch um die selbst eingekauften (und damit ebenfalls produzierten) sowie im Unternehmen erzeugten Produkte (und Dienstleistungen).
Greenhousegas Protocol

Analysen Ressourceneffizienz

Gemäß der Sinnhaftigkeit und dem üblichen Interesse in der Wirtschaft finden Sie im Folgenden Methoden zur Effizienzbestimmung aus dem allgemeinen Bereich der Ressourceneffizienz, die im Wesentlichen keine Unterscheidung zwischen Material und Energie machen, jedoch in den meisten Fällen nicht speziell auf Energieeinsparung abzielen, sondern eher den Fokus auf eingesetzte Materialien haben.

Name Methode
Kurzbeschreibung
Wertstromanalyse (allgemein)
Bei einer Wertstromanalyse wird eine Produktionsprozess in seine einzelnen Arbeitsschritte unterteilt und alle mit der Produktion beeinflussenden Parameter dokumentiert. Zusätzlich werden Informationsflüsse mit in die Darstellung aufgenommen. Der grundsätzliche Ansatz der Werstromanalyse ist die Basis für weitere Analysen, wie sie im folgenden beschrieben sind. Eine komplette Analyse bietet den größten Überblick, ist dementsprechend ist die Analyse aber auch komplexer und umfangreicher.
Werstromanalyse
Werstromquotient
Die Durchlaufzeit stellt einen Parameter dar, der aufzeigt, wie lange ein Produkt benötigt, um ausgehend vom Eingang des Rohmaterials/Halbteils im eigenen Lager ausgeliefert zu werden. Hierbei wird zwischen einer Bruttozeit und einer Nettozeit unterschieden, wobei die Nettozeit diejenige Zeit darstellt, in der in den Teilschritten des Produktionsablaufes auch konkret das Produkt gefertigt wird. Der Wertstroquotient aus Durchlaufzeit und Bearbeitungszeit bietet die Möglichkeit schnell zu erkennen, wie hoch der Zeitanteil an Zeitverschwendung innerhalb der Produktion ist bzw. auch wo hohe Kosten bei wenig Wertschöpfung vorliegen. Eine Darstellung der Kosten kann über eine Kombination mit einer MFKR (siehe folgend) erstellt werden.
Werstromquotient
(Stoff)Stromanalyse
Die grafische Darstellung von Stromflüssen dient in erster Linie der Visualisierung der selbigen. Grundsätzlich können fast alle Informationen als Flussdiagramm dargestellt werden - sofern die Flüsse sich verändernde Basisdaten (z. B. Massen) beinhaltet, so können die Flüsse auch in Relation zueinander dargestellt werden. Im Ergebnis kann ein Produktionsprozess mit verschiedenen Informationen (realtiv) dargestellt werden. Neben der Möglichkeit der Nutzung der Zahlen ermöglicht die Erstellung der Diagramme gleichzeitig auch einen ersten visuellen Eindruck der Flüsse selbst, was in einigen Fällen sogar auf direkte Ineffizienzen hinweisen führt.
(Stoff)Stromanalyse
Materialflusskostenrechnung
Die Materialflusskostenrechnung ist eine Analysemethode, bei entlang eines Produktionsflusses an jedem Teilschritt (auch Lagerung und Transport) die Gesamtkosten im Zusammenhang mit dem Teilschritt auf das Endprodukt(material) betrachtet werden. Die Methode berücksichtigt also alle Kosten, die theoretisch im Rahmen der betriebswirtschaftlichen BWA vorliegen. Im Einzelfall werden spezifische Kosten genommen, aber auch die Allgemeinkosten kommen an jedem Teilschritt zu tragen. Im finalen Schritt ergibt sich eine Aufsplittung zwischen fertigem Produkt und dem Ausschuss, der sich im Rahmen der Produktionskette angesammelt hat. Im Ergebnis kann so geschaut werden, wo der sinnvollste Ansatz ist, um die Ausschusskosten zu reduzieren. Auch wenn die MFKR primär auf die Ausschussreduzierung abzielt, so kann sie dennoch auch im Bereich der Energie genutzt werden, denn eine Reduzierung der Ausschusskosten geht auch immer mit einer Verringerung des spez. Energiebedarfs je Produktmenge einher und ist damit auch eine Analysemethode zur Steigerung der Energieeffizienz.
Materialflusskostenrechnung

Analysen Energieeffizienz

Für den Bereich Energieeffizienz gibt es ganz spezielle Analysemethoden, die aber - sofern das Denken nicht zu sehr eingeschränkt wird - auch außerhalb des Themas Energie an der einen oder anderen Stelle zum Einsatz kommen können. Hier jedoch sei der Fokus auf die Energie gelegt. Ob und in welechem Umfang eine Nutzung außerhalb der Energie möglich ist, klären wir am besten in einem kurzen Gespräch.

Name Methode
Kurzbeschreibung
Lastganganalyse
Lastganganalysen kommen immer dann zum Einsatz, wenn bestimmte Werte über eine Zeitlinie gesammelt werden. Das Zeitintervall ist dabei nicht relevant, interessant ist die Darstellung der gesammelten Werte, so dass aus der grafischen Auswertung - unabhängig von der Darstellung - Rückschlüsse gezogen werden können. Lastganganalysen werden zwar in erster Linie auf Energie bezogen erstellt, lassen sich aber auch auf Materialien umsetzen und bei einer online-Überwachung schnell für eine schnelle Identifikation von Abweichungen nutzen.
Lastganganalyse
ABC-Analyse
Eine ABC-Analyse kommt immer dann sinnvoll zum Einsatz, wenn Gesamtmengen eines eingesetzten Gutes (Energie, aber auch Material) vorliegen. Der Kniff bei dieser Analyse ist die Sortierung und Kummulierung der Werte, so dass in der grafischen Darstellung aufgezeigt wird, welche Geräte/Maschinen den größten Anteil am Einsatz des Gutes aufweisen. Darauf aufbauend kann der Schwerpunkt der weiteren Effizienzsuche dann auf eben jene Geräte/Maschinen gelegt werden. Als zusätzliche Parameter können Einflussparameter auf die Geräte/Maschinen eingesetzt werden, um eine weitere Eingrenzungen hinsichtlich der Suche nach Effizienzen zu erreichen.
ABC-Analyse
Pinch-Point-Analyse
Die Pinch-Point-Analyse kommt vor allem dort zur Anwendung, wo Prozesse im Unternehmen mit (hohem) Wärme- und Kälteeinsatz vorliegen. Ziel der Pinch-Point-Analyse ist es, die am betrachteten System teinehmenden Anlagen so in ein System zu übertragen, dass sowohl Wärme-, als auch Kälteeinsatz minimalisiert sind. Der Grundaufbau eines solchen Systems sieht vor, dass die Wärme nur am höchsten Bedarf in das System hineingegeben wird und die Kühlung nur am Ende der Prozesskette erfolgt. Erfahrungsgemäß mündet die Pinch-Point-Analyse in ein (teils komplexes) System aus Wärmetauschern.
Pinch-Point-Analyse
Fahrzeugaudit
Beim Fahrzeugaudit wird die Fahrzeugflotte eines Unternehmens analysiert. Vornehmlich erfolgt das Fahrzeugaudit bei Fahrzeugen, die im allgemeinen Straßenverkehr teilnehmen, grundsätzlich können aber auch Fahrzeuge innerhalb eines Unternehmens berücksichtigt werden. Ziel ist in erster Linie die Visualisierung des Kraftstoffbedarfs auf verschiedene Parameter bezogen. Damit lässt sich gut darstellen, welche Fahrzeuge sich nach unten und vor allem nach oben deutlich vom Durchschnitt der Flotte abgrenzen. Daraus ergibt sich die Basis für weitere Analysen, die dann immer auch die Technik, die Nutzung selbst und auch die Fahrer der jeweiligen Fahrzeuge berücksichtigen.
Fahrzeugaudit

Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Jede Investition ist ein Risiko - aber eben auch ein Chance. Mittels der verschiedenen zur Verfügung stehenden Methoden zur Wirtschaftlichkeit können Berater ihren Kunden eine Idee mitgeben, in welche Richtung sich eine Investition finanziell darstellt. Der allgemeine Trend auf Seiten der Gesetz- und Fördermittelgebung geht hin zu den dynamischen Methoden, aber selbstverständlich haben auch alle anderen Methoden Ihre Daseinsberechtigung - jede Methode muss nur gemäß ihrer Aussage entsprechend bewertet werden. Das gilt natürlich auch für die Risikobetrachtung mittels Amortisationszeit, auch wenn dies im engeren Sinne keine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist. Abschließend möchte ich Ihnen noch meine Kreuztabelle vorstellen. Dies ist erst einmal sehr mächtig und auf den ersten Blick abschreckend - die meisten meiner Kunden finden sich aber nach einer Erläuterung mit der Tabelle und der vielfältigen Möglichkeit der Nutzung zu recht.

Name Methode
VDI 2067
Die VDI 2067 ist für mich die Basis für meine Herangehensweise an die wirtschaftliche Betrachtung einer Invetition. Hauptvorteil ist die Unterscheidung von Betrachtungszeitraum der Maßnahme und Nutzungszeitraum des Investitionsobjektes. Die VDI 2067 bietet hier Anhaltspunkte und gibt auch Hinweise und Daten für Wartungs- und Instandhaltungskosten.
VDI 2067
Kostenvergleich
Der Kostenvergleich zählt zu den statischen Investitionsrechnungen. Dabei werden ausschließlich die durchschnittlichen Kosten verschiedener Varianten einer Investition verglichen. Solange die finanziellen Auswirkungen einer Kaufentscheidung in der Zukunft uninteressant sind, kann diese Methode gut zum Einsatz kommen.
Kostenvergleich
Gewinnvergleich
Auch der Gewinnvergleich zählt zu den statischen Investitionsrechnungen. Dabei werden alle Kosten den Erlösen gegenübergestellt, wobei sich die Erlöse aus den monetären Einsparungen ergeben, die sich aus einem geringeren Energiebedarf (oder einem Tausch des Energieträgers) ergeben. Da die Methode nur das erste Jahr nach der Investition betrachtet besteht die Möglichkeit, dass sich eine Variante im erster Jahr mit einem geringeren Gewinn darstellt, durch Effekte wie Preissteigerungen langfristig jedoch wirtschaftlich sinnvoller ist.
Gewinnvergleich
Rentabilität
Die Berechnung der Rentabilität zählt ebenfalls zu den statischen Investitionsrechnungen. Dabei wird der Gewinn in Relation zu den Kosten der Investition gesetzt. Dadurch ergibt sich die Verzinsung der Investition im ersten Jahr, gleichzeitig unterliegt diese Methode der gleichen Problematik, wie der Gewinnvergleich.
Rentabilität
statische Amortisation
Die (statische) Amortisation, auch Rückzahlfrist sowie im englischen Pay-Back-Period oder Return of Investment genannt, beschreibt den Zeitraum innerhalb dessen eine Investition aufgrund der erwirtschafteten Erträge gerade wieder zurückgeflossen ist. Finanzmathematisch ist dies der Zeitpunkt, zu dem sich die Gewinne aus der Investition gleich dem Kapitaleinsatz entsprechen. Im einfachsten Fall wird bei der Durchschnittsmethode die Investition in Relation zur durchschnittlichen jährlichen Einsparung gesetzt. Die durchschnittliche Einsparung kann dabei eine prognostizierte, oder eine berechnete Einsparung sein. Genau genommen handelt es sich bei der Bestimmung der Amortisationszeit aber nicht um eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, da - man nehme nur die Einheit - keinerlei Bezug zu Geld oder Verzinsung vorliegt. Die Amortisationszeit als Risikobewertung stellt im Rahmen einer Bewertung von verschiedenen Varianten dennoch grundsätzlich einen nützlichen Parameter dar.
statische Amortisation
dynamische Amortisation
Für die dynamische Amortisation gelten die geichen Grundsätze, wie für die statische Variante. Im Gegensatz zu dieser berücksichtigt die dynamische Amortisation bei der Berechnung der Zeitdauer des Mittelrückflusses aber auch den unterschiedlichen zeitlichen Zahlungsanfall durch Diskontierung der Zahlungen. Davon abgesehen, stellt die dynamische Amortisation aber ebenfalls leidglich eine Risikobetrachtung dar, ist durch Berücksichtigung des Zeitfaktors jedoch etwas variabler und in Maßen realistischer als die statische Amortisationszeit.
dynamische Amortisation
Kapitelwert
Der Kapitalwert wird mittels einer dynamischen Investitionsrechnung bestimmt. Er ist der mit einem Kalkulationszins abgezinste Betrag aller mit der Investition verbundener Kosten und Erlöse. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung der Nutzungsdauer jedes einzelnen Investitionsobjektes und für einen bestimmten Betrachtungszeitraum. Betrachtungszeitraum und Nutzungsdauer können dabei voneinander abweichen. Für den Fall, dass die Nutzungsdauer größer als der Betrachtungszeitraum ist, so wird zur Bestimmung der Kosten für Instandhaltung, Wartung, Entsorgung und Neuinvestition die Summe bis zum Ende des Betrachtungszeitraumes gebildet.
Kapitalwert
Annuität
Die Bestimmung der Annuität zählt ebenfalls zu den dynamischen Investitionsrechnungen. Dabei wird der Kapitalwert einer Investition über die Nutzungsdauer gleichmäßig verteilt. Da bei einer komplexen Investition die Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten eine unterschiedliche Größe haben können, wird häufig ein einheitlicher Betrachtungszeitraum herangezogen.
Annuität
interner Zinssatz
Auch die Bestimmung des internen Zinssatzes ist eine dynamische Investitionsrechnung. Mit ihr lässt sich die mittlere, jährliche Rendite einer Investition berechnen. Für den Fall, dass die Rückfüsse nicht gleichmäßig sind, stellt der interne Zinssatz eine theoretische Rendite dar. Dies entspricht der Realität, im Rahmen der Investitionsanalysen wird jedoch von einer konstanten Einsparung ausgegangen. Die Varianten der Investition werden über die Nutzungsdauer berechnet und sind dann wirtschaftlich, wenn der interne Zinssatz größer als der Kalkulationszins ist - da genau hierfür die Rendite größer als die Kapitalzinsen ist. Die Berechnung erfolgt in mehreren Schritten. Dabei werden zuerst zwei Zinssätze zur Berechnung des Kapitalwertes verwendet, so dass sich ein positiver und ein negativer Kapitalwert ergibt. Anschließend wird mit den Zinssätzen und den sich daraus ergebenden Kapitalwerten mittels einer Interpolation der interne Zinssatz bestimmt, welcher gemäß Definition dem Zinssatz entspricht, für den der Kapitalwert gleich Null ist.
interner Zinssatz
äquivalenter Energiepreis
Beim äquivalenten Energiepreis handelt es sich nicht um eine klassische Investitionsrechnung, sondern um eine Methode, bei der die Kosten in Bezug zur eingesparten Endenergie berechnet werden. Die Ermittlung der Kosten erfolgt dabei auf Basis des Kapitalwertes. Mit der Methode lässt sich der Energiepreis für eine Maßnahme bestimmen und damit ein Vergleich mit einem realen Energiepreis vornehmen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn Maßnahmen einen Wechsel des Energieträgers beinhalten, da das Ergebnis der Bestimmung des äquivalenten Energiepreises zu einer Art Grenzpreis für die Wirtschaftlichkeit eines Energieträgerwechsels ergibt. Außerdem kann im Falle einer aktuellen Nichtwirtschaftlichkeit der äquivalente Energiepreis angeben, ab welchem Energiepreis die Maßnahme noch einmal geprüft werden kann. Der äquivalente Energiepreis mit seiner Berechnung unterscheidet sich in Teilen gegebenenfalls von den Stromgestehungskosten gemäß nächstem Punkt.
äquivalenter Energiepreis
Stromgestehungskosten
Die Stromgestehungkosten sind für Anlagen interessant, die vor Ort Strom erzeugen. Das können PV-Analgen ebenso sein, wie ein BHKW oder auch eine kleine Windkraftanlage. Im Unterschied zum äquivalenten Energiepreis wird hier jedoch nicht mit der Einsparung auf Grund von Effizienzen gerechnet, sondern mit der über den Betrachtungszeitraum erzeugten Menge Energie. Ansonten entspricht die Berechnungsmethodik dem äquivalenten Energiepreis.
Stromgestehungskosten
Kreuztabelle
Vor allem bei den dynamischen Investitionsberechnung kommt mehr als eine Preissteigerung zum Einsatz. Um nun eine Aussage treffen zu können, einigen sich Berater und Kunde oftmals auf die Höhe der verschiedenen Preissteigerungen. Damit ergibt sich die Basis für eine Empfehlung des Beraters für genau eine Variante an Preissteigerungen. Das ist mir zu wenig, denn alleine die Projektion der Preissteigerungen ist ein Blick in die Glaskugel und je fixer und begrenzter die Preissteigerungen angenommen werden, umso tiefer geht der Blick in die Glaskugel. Daher habe ich entschieden, meine Empfehlungen nicht mehr auf Basis einer Kombination von Preissteigerungen zu machen, sondern möglichst auf Basis der Prüfung von vielen Kombinationen. Dadurch ergeben sich Bereiche an Ergebnissen, die deutlich variabler sind und oftmals ein besseres Gfühl für die möglichen Wirtschaftlichkeitsauswirkungen haben. Die Kreuztabelle war am Anfang ihrer Konzeption so gedacht, dass lediglich zwei Werte in Form einer Kreuztabelle verglichen werden - davon bin ich aber inzwischen abgekommen - stattdessen ist die Kreuztabelle eine Excel-Tabelle mit DropDown-Menü der einzelnen Methoden bzw. Preissteigerungen. Der Name ist allerdings - wie bei vielen Dingen - einfach geblieben.
Kreuztabelle

Newsletter

Melden Sie sich zum regelmĂ€ĂŸigen erscheinenden ReNOB-Newsletter an oder verbinden Sie sich mit mir auf einer der verschiedenen Social Media-Plattformen und bleiben Sie immer auf dem aktuellsten Stand beim Thema Nachhaltigkeit/Ressourceneffizienz. Die Anmeldung des Newsletters erfolgt zu Ihrer Sicherheit im Double-Opt-In-Verfahren.

Frau   Herr




Captcha


Übersicht
letzte Seite
Seitenanfang